Wolfegg im Allgäu - Heilklimatischer Kurort

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Schloss

Anschrift des Schlosses

Schloss Wolfegg
Schloss 1
88364 Wolfegg
Tel.: 07527 9680 (Pforte)

Das Schloss ist nur zu großen internationalen Konzertreihen zweimal im Jahr für Gäste geöffnet. Hier werden auch Führungen angeboten. Die fürstliche Familie bewohnt das Schloss.

Schloss Wolfegg
Schloss Wolfegg
Schloss Wolfegg
Schloss Wolfegg mit Blumen

In seiner äußeren Form geht das heutige Schlossgebäude auf Truchsess Jakob (1546-1589) und seine Gemahlin Johanna (1548-1613) zurück. Sie ließen es anstelle des 1578 durch einen Kaminbrand zerstörten, und wie es in der Zimmerschen Chronik heißt, "unwirrigen Gebäus aus Holz- und Riegelwerk", in den darauffolgenden Jahren von Grund auf neu errichten.

In der mächtigen, regelmäßigen Vierflügelanlage mit den vorspringenden Ecktürmen konnten endlich zeitgemäße Ansprüche an Wohnkomfort und Repräsentationsmöglichkeiten verwirklicht werden. Im Erdgeschoss lagen die Funktionsräume, im ersten Obergeschoss unter anderem die Gästeappartements und darüber die Wohnräume des gräflichen Paares. Den Höhepunkt einer Folge von repräsentativen Räumen bildet am Ende des von der Portalhalle ansteigenden Haupttreppenhauses der Hauptsaal im zweiten Obergeschoss des Westflügels, der Rittersaal. Diesem vorgelagert sind der Bankettsaal und das Bilderzimmer im Nordflügel.

Dem Gebäude war kein langer Bestand beschieden. Am 28. Dezember 1646 steckten es die Truppen des schwedischen Feldmarschalls Wrangel auf einem ihrer Feldzüge durch das Oberland in Brand. Zwar blieben Teile des Schlosses erhalten, doch ging vor allem das oberste Stockwerk - und damit das Hauptgeschoss - in Flammen auf. Der Beginn der Wiederaufbauarbeiten verzögerte sich durch die Not der Nachkriegszeit bis in das Jahr 1651. Die entscheidende Phase der Ausstattung der Repräsentationsräume fiel in die Jahre zwischen 1691 und 1700. Die Federführung bei der Neugestaltung der Repräsentationsräume, sowohl was den Stuck als auch die Ausstattung mit Skulpturen anbelangt, lag in den Händen des Bildhauers und Stuckateurs Balthasar Krimmer (1653-1702) aus Wangen.

Zu einschneidenden baulichen Veränderungen kam es in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, als die Gästeappartements des ersten Obergeschosses im Geschmack des Rokoko neu ausgestattet wurden. Im späten 19. Jahrhundert gestaltete man eine Folge von Speisezimmern im Geschmack der Zeit. Damals erhielt auch die Schlosskapelle ihr neugotisches Aussehen. Mit der Fertigstellung des Gotischen Zimmers, der anschließenden Räume und des Ganges waren am Ende des 19. Jahrhunderts die Umbaumaßnahmen auf Schloss Wolfegg abgeschlossen.

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