Weitere Kirchenschätze sind nur zu bestimmten Zeiten im Kirchenjahr zu sehen: so die aus der Zeit des neugotischen Umbaus der Kirche stammende Weihnachtskrippe mit den großen Figuren, die vom Hl. Abend bis zum Fest Mariä Lichtmess aufgestellt ist. Vom Aschermittwoch bis zum Karsamstag hängt über dem Chorraum das Wolfegger Fastentuch, eine Darstellung Christi vor dem Kreuz (Arma-Christi-Motiv) aus der Zeit um 1620. Es ist eines von vier noch erhaltenen historischen Fastentüchern im süddeutschen Raum, wurde 1988 nach Jahrzehnten des Vergessens wiederentdeckt und restauriert. An den vier großen Hochfesten Weihnachten, Dreikönig, Ostern und Pfingsten wird zum eucharistischen Segen in der feierlichen Vesper die zuletzt 2003 restaurierte Wolfegger Baummonstranz verwendet, eine teilvergoldete Augsburger Silberarbeit aus der Zeit um 1675. In mit Akathusblättern besetzten Ranken umrahmen Heilige das Allerheiligste. An denselben Hochfesten sind auf den Altären die Apostelreliquiare des Wolfegger Silberschatzes zu sehen, zwölf um 1750 gefertigte Silberfiguren der Apostel, die über ihren gefassten Reliquien stehen. Die ebenfalls zum Wolfegger Silberschatz gehörige Silbermadonna ziert vom 1. bis 31. Mai den zum Maialtar geschmückten linken Seitenaltar. An Fronleichnam werden bei der Prozession, die auch in dem Innenhof des Schlosses führt, die zum Teil recht schweren historischen Kirchenfahnen mitgetragen.
Im Herbst schließlich ist in den Wochen nach dem Erntedankfest der Wolfegger Früchteteppich vor dem Kreuzaltar zu sehen, auf dem meist klassische ikonographische Motive ausschließlich mit echten Früchten "gemalt" werden. Weitere Schätze, die zum Teil aus der Zeit des Kollegiatstiftes stammen, wie Kelche, Leuchter, Vortragekreuze, Meßgewänder ... finden in den Gottesdiensten der Pfarrgemeinde weiterhin regelmäßige Verwendung.